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Begehrte Brüder

Bruder Arthur setzt seinen Ordensweg, nach seiner zeitlichen Profess in Schwarzenfeld, nun in unserem Kloster in Maria Schutz fort und wird dort seine vielfältigen praktischen Fähigkeiten einbringen.

Damit erfreuen sich drei Hausgemeinschaften eines Laienbruders. Bruder Matthias trat 2008 ins Kloster ein und versieht seit September 2013 seinen wertvollen Dienst in unserem Kloster in Pasing.  Bruder Franziskus ist inzwischen knapp sechs Jahre in Schwarzenfeld. Beide arbeiten an der Pforte, in der Sakristei, im Büro, im Garten, leiten Gebetsgruppen, und vieles andere.

Der größere Teil der Passionisten sind Priester oder auf dem Weg zum priesterlichen Dienst. Aber das Ordensleben besitzt einen Eigenwert unabhängig vom Priestertum. Es ist eine eigene Lebensform in der Kirche. „Passionist-sein“ gibt es also losgelöst vom Priestertum.

Als unser Stifter Paul vom Kreuz 1720 seinen Weg als Ordensgründer begann, war er noch kein Priester. Ein Jahr später schloss sich ihm sein leiblicher Bruder Johann Baptist an. Man könnte sagen: Unsere Kongregation wurde von zwei Laienbrüdern gegründet. Erst Jahre danach, 1727, ließen sich die beiden zum Priester weihen wegen der apostolischen Zielsetzung der neuen Ordensgründung.

Als sich dann ab dem Jahre 1728 an der Südküste der Toskana, auf dem Monte Argentario, die erste Gemeinschaft zu formieren begann, war der erste Eintritt zunächst ein Bruderkandidat.

Von Anfang an betrachtete Paul vom Kreuz die Mitglieder seiner Kongregation auf gleicher Ebene. Er wollte, dass im täglichen Leben keine Unterschiede gemacht werden zwischen Priestern und Brüdern. Sie trugen das gleiche Ordensgewand und teilten die gleiche Spiritualität.

Die Zeugenaussage von Bruder Bartolomeo beim Heiligsprechungsprozess 1778, der als Krankenbruder unseren Stifter in seinen letzten Lebensjahren versorgte, zeigt, wie sehr Paul vom Kreuz die Laienbrüder schätzte. Br. Bartolomeo hatte ihn oft sagen hören: „Ich liebe die Brüder so sehr, weil sie unsere Mütter sind. Und wenn jemand in der Kongregation sie nicht liebt, glaubt mir, der hat nicht den Geist Jesu Christi. Wer ist es, der auf die Suche nach Nahrung geht, bei ungünstigem Klima und unter größter Anstrengung? Wer ist es, der uns zu essen gibt und den Garten bearbeitet? Wer sorgt für Sauberkeit? Wer kümmert sich um uns in unseren Krankheiten, wenn nicht die Brüder? Sie sind unsere Mütter.“

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