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Den neuen Menschen anziehen

Am Vortag des Barmherzigkeitssonntags (Weißer Sonntag) durfte P. Provinzial Gregor Lenzen im Rahmen der Mittagshore unseren Postulanten Magnus Eble in das Ordensgewand der Passionisten einkleiden: aus Magnus wurde Frater Benedikt Maria vom Lamm Gottes. Ein Freudentag für unsere Provinz, an dem neben den Mitbrüdern auch die Familie des Neu-Novizen teilnahmen.

In seiner Predigt ging P. Gregor auf die Symbolik der Einkleidung ein und zog die Verbindungslinie zum Taufkleid. In der frühen Kirche haben die in der Osternacht Getauften das weiße Taufkleid bis zum darauffolgenden Sonntag anbehalten, der so seinen (alten) Namen erhielt: Weißer Sonntag. Zwar haben wir alle in der Taufe Christus angezogen und sind so zu neuen Menschen geworden. Frater Benedikt zeige dies nun aber noch einmal in besonderer Weise, in dem er den Habit der Passionisten anlege als Zeichen für seine Bereitschaft, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn als Ordensmann nachfolgen zu wollen. Der erste Schritt in dieser besonderen Nachfolge sei zwar mit der Einkleidung getan, doch warnte P. Provinzial vor Selbstzufriedenheit, denn der alte Mensch leiste dem neuen immer Widerstand, sodass die Christusnachfolge eine immerwährende Aufgabe bleibe, die Demut und die Bereitschaft zur Umkehr erfordere.

Im Anschluss an die Einkleidung und die Glückwünsche von Mitbrüdern und Familie ließen wir den Tag mit dem Mittagessen und bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Wir Passionisten sind sehr dankbar, bereits die zweite Einkleidung in diesem Jahr feiern zu können und freuen uns, gemeinsam mit Frater Benedikt auf den Fußspuren des hl. Paul vom Kreuz unterwegs zu sein, dem Gekreuzigten und Auferstandenen entgegen. Wir empfehlen unseren Mitbruder und uns alle Ihrem Gebet an, ohne das wir unseren Auftrag für Kirche und Welt nicht verwirklichen könnten. Vergelt’s Gott!

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