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Ein neuer ‚alter Christus‘

Für unseren Mitbruder P. Dominikus Hartmann CP fängt ein neuer Abschnitt seines Weges an.

Am 6. Juli 2019 wurde er durch die Gnade Gottes und durch die Handauflegung vom Hwst. H. Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) zum Priester Jesu Christi geweiht.

Nach sechs Jahren des Theologiestudiums in Augsburg, Rom und Eichstätt, nach der ewigen Profess im März des letzten Jahres und der Diakonenweihe im Dezember, war es für ihn vergangenen Samstag endlich so weit.

In seiner Predigt direkt vor der Weiheliturgie dankte der Weihbischof dem Herrn für die Kühnheit, mit uns fehlbaren Menschen seinen Weg zu gehen, und ging intensiv auf die Bedeutung der priesterlichen Hände ein. Sie seien vielerlei Werkzeug zur Verkündigung des Glaubens, z.B. durch die segnende Handauflegung und die Sakramentenspendung.

Die eigentliche Weihehandlung vollzog sich dann ganz im Stillen, als der Weihbischof P. Dominikus nach dessen Treueversprechen die Hände auflegte.

Nachdem zum Schluss der Messe dann das „Großer Gott, wir loben Dich“ erklungen, der erste allgemeine Primizsegen gespendet und die freudige Anspannung langsam abgefallen war, gab es auf dem Kirchplatz noch einen Stehempfang und anschließend das Festessen im Jugendheim.

Nachmittags gab es bei einer Andacht die Möglichkeit, den Einzelprimizsegen zu empfangen.

Tags darauf fand dann die feierliche Klosterprimiz statt. Die Nacht über hatten sich Helfer zusammengetan, um dem Primizianten einen Blumenteppich zu legen und so war der liturgische Einzug über den Kirchplatz ganz besonders festlich, dem Anlass gebührend.

In einigen persönlichen Worten führte Primizprediger P. Lukas Temme dem Neupriester und den Gläubigen noch einmal vor Augen, was im priesterlichen Dienst wirklich zählt: Das Gebet und die Verkündigung Jesu Christi.

Nach der festlichen Messe waren die Mitfeiernden wieder zu einem Stehempfang eingeladen, bevor sich noch Gäste aus engerem Kreise zum Mittagessen zusammenfanden.

Ein herzliches Vergelt’s Gott sei hier allen ausgesprochen, die sich für die Festlichkeit dieser Tage ins Zeug gelegt haben. Der Herr möge es reichlich segnen.

Im Katechismus steht: Priester „werden kraft des Sakramentes der Weihe nach dem Bilde Christi, des höchsten und ewigen Priesters, zum Verkündigen des Evangeliums, zum Weiden der Gläubigen und zur Feier des Gottesdienstes geweiht als wahre Priester des Neuen Bundes.“ (KKK 1564)

Durch das hohepriesterliche Amt Jesu Christi werden bis heute – 2000 Jahre später – Priester geweiht, um sein Wirken in den Sakramenten zu feiern und dem Gottesvolk zugänglich zu machen. Das Priesteramt ist eine Gnade, die nach dem Zeugnis vieler Heiliger mit nichts vergleichbar ist. Der heilige Pfarrer von Ars sagte einmal: Wenn ich einem Engel und einem Priester begegnen würde, dann würde ich zuerst dem Priester die Hand schütteln.

Im Dienstamt des Priesters berührt der Himmel die Erde, und wir könnten nicht dankbarer sein, von Gott einen neuen Priester geschenkt zu bekommen.

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