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Zwei neue Diakone für unsere Provinz

Am 4. Dezember 2021 wurden in St. Pankratius in Roding unsere zwei Mitbrüder Frater Thomas M. Höflich und Frater Pius Görres mit sieben weiteren Kandidaten durch Handauflegung und Gebet von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zu Diakonen geweiht. Sie haben damit einen wichtigen Schritt auf das Priesteramt getan und werden von nun an „Pater“ genannt.

In seiner Predigt ging der Regensburger Oberhirte die drei Tagesheiligen, die im liturgischen Kalender für diesen Tag vorgesehen waren, durch und bezog sie dabei auf das Diakonenamt. So könnten die neun Weihebewerber vom hl. Johannes von Damaskus lernen, sich bei der Verkündigung des Wortes Gottes auf die Kunst zu stützen um die Katechese zu bereichern. Die hl. Barbara lehre sie die Ganzhingabe an Gott – gerade auch in schwierigen Zeiten. Nicht zuletzt würde ihnen auch im sel. Adolph Kolping ein Vorbild der väterlichen Sorge für die ihnen anvertrauten Gläubigen vor Augen gestellt.

Nach der Homilie setzte die eigentliche Weihehandlung ein mit der Ablegung der Weiheversprechen, der Prostratio (Gebetshaltung des Hinlegens auf den Boden) der Kandidaten und der Handauflegung durch den Bischof. Abgeschlossen wurde der Teil durch das Anlegen der Dalmatik (Diakonengewänder) und den Friedensgruß der Neugeweihten. Bei der anschließenden Eucharistiefeier durften die neuen Diakone dann zum ersten Mal am Altar assistieren.

Im Anschluss an die heilige Messe machten sich die Diözesankandidaten auf zum gemeinsamen Weihemahl, die Neugeweihten der Orden feierten mit ihrer Gesellschaft parallel in einem anderen Lokal, um eine zu große Ansammlung zu vermeiden. Am nächsten Tag, einem Sonntag, durften P. Thomas und P. Pius bei den Vormittagsmessen dann gleich ihren Dienst als Verkünder des Evangeliums und Prediger wahrnehmen.

Bei beiden hat der Vortag – neben dem unauslöschlichen Prägemal der Weihe – auch weitere tiefe Spuren hinterlassen. P. Pius: „Ich habe mich lange auf die Weihe vorbereitet, kurz vorher noch in sehr intensiven Exerzitien. Dennoch war es überwältigend, schließlich vor dem Bischof zu knien, der mir die Hände auflegte. Dabei dachte ich an einen Satz meines Oberen: „Der Bischof nimmt die Hände wieder weg, Christus lässt seine für immer aufgelegt.“ Ich gehe also meinen Weg mit dem Beistand Jesu Christi, in dessen Auftrag ich nun zu den Menschen gesandt bin und dessen Botschaft ich verkündigen darf. Was für eine Sendung, was für ein Vertrauen, das der Herr in mich setzt!“ P. Thomas: „Für mich war die Weihe unbeschreiblich schön und eine wirkliche Gebetserhörung. Ich freue mich darauf, zukünftig den Dienst als Diakon in der Kirche auszuführen. Ganz wichtig dabei ist mir, für die Menschen da zu sein, die oft vergessen werden und denen der Weg zum Glauben durch so manche Lebensumstände verbaut ist.“

Ein riesiges Vergelts Gott allen, die unsere Mitbrüder bis hierher in ihrem Leben begleitet haben! Der Weg, auf dem sie gehen, ist jedoch noch lange nicht zu Ende. Ein Etappenziel ist erreicht, ein weiteres werden wir nächstes Jahr in der Priesterweihe feiern. Doch auch dann heißt es jeden Tag wieder neu anfangen. Begleiten wir sie dazu im Gebet!

Copyright der Fotos: CN Fotografie Roding

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