Nach der Ordensgründung 1720 entstanden erste Klöster in Mittelitalien. Das erste Kloster wurde 1737 auf dem Monte Argentario in der Toskana errichtet. Obwohl Paul vom Kreuz selbst bereits daran gedacht hatte, Mitglieder seiner Gemeinschaft in die Auslandsmission zu senden, wurde dieser Gedanke erst im Jahre 1781 verwirklicht mit der Eröffnung der ersten Mission unter den Katholiken in Nordbulgarien.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts musste das noch junge Institut die durch die napoleonischen Gesetze verhängte Klosteraufhebung erleben. Die Wiederaufnahme des klösterlichen Lebens begann im Jahre 1814. In der ersten Hälfte des 19. Jh. wurden Kommunitäten in Belgien, Frankreich, England und Irland gegründet. 1852 machten die Passionisten ihre erste Gründung in den USA. In den folgenden Jahren verbreiteten sie sich in Mexico und in anderen Ländern Lateinamerikas. 1878 wurde eine Gruppe nach Spanien geschickt und, wenig später, nach Australien.

1921 begaben sich einige Passionisten in die Mission nach China. 1922 erfolgte die Gründung in Deutschland und ein Jahr danach in Polen. 1925 kamen sie nach Österreich. 1930 begannen die Passionisten mit ihrer missionarischen Tätigkeit im Kongo und 1934 in Tansania. 1946 kamen sie in Indonesien an, 1951 in Schweden, 1954 in Japan und 1981 in Indien.

Heute gibt es knapp 2000 Passionisten mit über 400 Niederlassungen in 54 Nationen auf allen fünf Erdteilen. Die Kongregation ist eingeteilt in Provinzen, Vizeprovinzen und Vikariate. An ihrer Spitze steht ein Generaloberer, der bei der Leitung der Kongregation durch 6 Berater (Konsultoren) unterstützt wird. Der Sitz der Ordensleitung ist das Kloster der hl. Johannes und Paulus in der Nähe des Kolosseums in Rom, das zugleich als internationales Studienhaus dient.