Passionistinnen

 

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Einige Aspekte der Spiritualität der klausurierten Passionistinnen:

Am 16. 2. 1765 schrieb Paul vom Kreuz an M. Crocifissa über seine Vorstellung von den Passionistinnen:

„Wir wollen ein Kloster von großen und heiligen Seelen errichten, die allem Geschaffenen abgestorben und in ihrer Tugend, in der Buße und in der Abtötung dem leidenden Jesus und seiner Schmerzhaften Mutter, die die Äbtissin des Klosters sein soll, ähnlich sind.“

Als Beispiel dafür, dass er nichts unmögliches verlangt, verweist er auf einen Konvent von Kapuzinerinnen:

„Die Nonnen von S. Fiora, wo ich zur Seelsorge gewesen bin, fasten jeden Tag, und am Abend erhalten sie nichts weiter als zwei Äpfel, den einen gekocht, den anderen roh, sowie ein kleines Stück Brot. Sie schlafen auf einem Strohsack, stehen um Mitternacht auf und gehen mit bloßen Füßen in Sandalen; und dort gibt es zarte Damen!“

Für Paul vom Kreuz waren die Passionistinnen berufen, mit Maria auf Kalvaria zu stehen. Sie sollten sich deshalb durch einen besonderen Bußeifer auszeichnen, um so besser am Leiden Jesu teilzunehmen für die Erlösung der Menschen, indem sie sühnten und Fürsprache einlegten für die Sünder.

Sein Wunsch hinsichtlich des geistlichen Wohlergehens der Schwestern (1773):Passionistinnen im Kloster in Tarquinia

„...ich verlange nämlich wahrhaftig danach, dass alle heilig sind und zu einem Wohlgeruch werden zunächst für den Gekreuzigten, sodann durch die Verherrlichung des Gekreuzigten für die ganze Welt und ebenso für die Stadt Corneto...“

Vor allem zeigt die Kommunität ihr Gedächtnis des Leidens Jesu durch ihr Zusammengesetztsein aus versöhnten Gliedern, die in einer tiefen Einheit des Herzens und des Geistes leben. „Untereinander ein Herz und eine Seele sein durch das heilige Band der brüderlichen Liebe“  ist ein Ausdruck, der oft in den Regeln und in den wenigen Briefen des Gründers und des P. Giammaria, seines engen Mitarbeiters in dieser Gründung, wiederkehrt.

In dem Brief, den Paul vom Kreuz zur Gelübdeablegung der ersten Gruppe schrieb, mahnte er:

„Alle mögen die heiligen Regeln treu beobachten und vor allen Dingen eine heilige Liebe untereinander aufleuchten lassen und sich gegenseitig lieben. Sie mögen Nachsicht haben und sich in ihren Nöten gegenseitig helfen. Sie mögen insgesamt in allem den wahren Geist des Gekreuzigten aufleuchten lassen, damit sie das Licht der Welt seien, die nunmehr so sehr erschlafft ist.“ (29.5.1772)

PassionistinnenEin Jahr darauf drückt er noch einmal diese Sorge aus als bester Ausdruck eines Gemeinschaftslebens, das ganz auf den Gekreuzigten zentriert ist:

„Ich ersehne nichts weiter, als dass alle in der Beobachtung der Regel und in der Vollkommenheit wachsen und dass sie in völligem Frieden und liebevoller Einigkeit leben. So mögen sie als wahre Bräute Jesu, des Gekreuzigten, und als geliebte Töchter der Allerseligsten Jungfrau Maria für alle ein Wohlgeruch sein.“ (16.4.1773)

 

„Meine Lieben, ihr sollt wissen, dass der eigentliche Grund, warum wir schwarz gekleidet gehen, darin besteht, dass wir gleichsam Trauer tragen zum Andenken an das Leiden und den Tod Jesu.“ (Fragment der Regel-Urfassung des hl. Paul vom Kreuz, Dez. 1720)

Der Gedanke des Gedächtnisses wird in direkte Beziehung zur schwarzen Farbe des Passionistenhabits gebracht.

Schon lange vor Paul vom Kreuz haben die Serviten eine solche Bedeutung des Gedächtnisses mit der Farbe verbunden. Schwarzer Habit zur Erinnerung an die Schmerzen Mariens bei der Passion ihres Sohnes. Trauergewand der Witwenschaft der Jungfrauen. 

„Trauern“ wegen des Todes Christi am Kreuz ist ein Ausdruck , den Paul vom Kreuz zu Beginn der passionistischen Berufung wahrgenommen hat und den er auch den Schwestern präsentiert:

„Die Töchter der Passion sollen nicht nur mit dem Habit, sondern viel mehr noch mit dem Herzen, mit dem Geist und durch das Tun beständig trauern aus Liebe zum gekreuzigten Herrn und durch die fortwährende Übung der Tugenden seine heiligsten Wunden heilen. Dies nämlich war das Ziel bei der Gründung ihrer Ordensgemeinschaft.“ (12.5.1773)

„Trauern“ bedeutet für Paul vom Kreuz ein Sicherinnern an das Leben, das aus dem Tod und der Auferstehung Jesu entsprungen ist.

Mit dem Bild „die Wunden des Gekreuzigten heilen (verbinden)“ legt der Gründer die Vision von Lucia Burlini wieder vor.

„Mit einemmal glaubte ich mich auf Kalvaria zu befinden, wo ich die Gekreuzigte Liebe erblickte und zu Füßen des Kreuzes eine Vielzahl von Seelen, die wie Witwen-Tauben ihren toten Bräutigam beweinten: einige trockneten seine Wunden, voll von Blut, andere behandelten seine geschundene Haut...; andere als unschuldige Tauben machten ihr Nest in seinen heiligsten Wunden.“ (Lucia Burlini, 1750/51)

Das Trocknen der blutigen Wunden bedeutet die Wiedergutmachung, die sie für die Sünden der Menschen anboten und das fürbittende Gebet, das sie zu Gunsten der gesamten Kirche zu Gott erhoben. Zwei Aspekte, die der Gründer mit Beharrlichkeit einschärfte. In den Briefen kommt er oft auf eine solche Verpflichtung zur Fürbitte und zur Wiedergutmachung zu Gunsten der Gesamtkirche zurück: „Vor allem lassen Sie beten für den Papst und für die Heilige Kirche“; sie mögen fortfahren zu beten, nicht nur für Paul, „sondern für die ganze Kongregation, für Seine Heiligkeit und für die schweren Nöte der Heiligen Kirche.“

Am 6. September 1771 erinnerte der Papst durch P. Giammaria die Schwestern an diese Verpflichtung ihrer Berufung.

Das Wachstum in der Liebe, die Verpflichtung zu Wiedergutmachung und Fürbitte für die ganze Kirche wurden unterstützt durch ein intensives, wenn auch nicht übertriebenes Leben der Buße und besonders von der Praxis einer Loslösung von Dingen und Personen, die Paul mit der Wendung ausdrückte „allem Geschaffenen gegenüber abgestorben“ oder „der Welt gestorben und begraben mit Christus“.

Ausdruck dieser Loslösung war der Verzicht auf das Sprechzimmer, die Beschränkung im Kontakt mit Leuten von außen; dann die Armut der Zelle mit der Beschränkung auf die geringste Einrichtung: ein Strohsack zum Schlafen, ein kleiner Tisch, ein oder zwei Stühle, ein Buch und das  Kruzifix mit wenigen Bildern, außerdem die bei der Einkleidung und Profeß benutzte Dornenkrone.

Die Armut sollte der sichere Beweis sein, dass die Schwestern auf Kalvaria weilten und mit Liebe Christus betrachteten, „das fleischgewordene Wort, ihren Herrn und Bräutigam, der arm geboren werden , als Armer leben, und ganz arm sterben wollte, in der Weise, dass er nackt auf einem qualvollen Holz starb aus Liebe zu uns“ (Regel, Kap. 8).

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Einige Weisen, das Gedächtnis des Leidens Christi zu pflegen und zu fördern:

Paul gibt verschiedene Möglichkeiten an, um diese aus dem Sondergelübde sich ergebende Verpflichtung zu erfüllen:

-    Die persönliche Betrachtung des Leidens Jesu Christi „überaus nützlich für die Vollkommenheit aller drei geistlichen Wege, des Reinigungsweges, des Erleuchtungsweges und des Einigungsweges“ (Regel, Kap. 10, n. 2).

-    Das Lehren der Betrachtung des Leidens Christi, „wenn man schreibt, oder spricht aus Notwendigkeit oder aus Liebe mit den Verwandten, oder mit anderen Personen“ (Regel, Kap. 10, n. 1).

-    Das Lehren der Betrachtung des Leidens Christi für die Mädchen, denen man die Christenlehre erteilt.

-    Das Aufnehmen in den Bereich des Klosters von Frauen, die sich danach sehnen, an der kontemplativen Erfahrung zu Füßen des Gekreuzigten teilzunehmen. (Regel, Kap. 23, n. 4)

-    Gott bitten, dass er „großen Eifer und Geist den Verkündern der genannten Andacht“ gewähren möge (Regel, Kap. 10, n. 2)

 

 

Radiovorträge

 

 

Die klausurierten Passionistinnen - Geschichte und Spiritualität

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Die klausurierten Passionistinnen - Geschichte und Spiritualität
Die Passionistinnen des hl. Paul vom Kreuz - Sr. Veronica Bansagi CP 22 Mb 48 Min. Die Passionistinnen des hl. Paul vom Kreuz

 

 

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