Hl. Paul vom Kreuz

Paolo della Croce
(*3.1.1694, +18.10.1775)

Hl. Paul vom Kreuz
   
Startseite
Wer wir sind
Das Passionszeichen
Unsere Klöster
Hl. Paul vom Kreuz
Gebetsschule
Selige & Heilige
Berufung
Passionsbruderschaft
Passionistinnen
Passionistenmissionen
Aktuelles
Veranstaltungen
Bildergalerie
Radiovorträge
Bücher
Downloads
links
Kontakt/Impressum











 

 

19. Oktober

Hl. Paul vom Kreuz

Priester, Ordensgründer

 

Der Gründer des Passionistenordens wurde 1694 in Ovada in der Republik Genua geboren. Sein Vater Lukas Danei war ein Geschäftsmann. Von seiner frommen Mutter lernte er früh die Verehrung des Leidens Christi. Seine Absicht, mit den Venezianern gegen die Türken in den Krieg zu ziehen, musste er aufgeben. 1720 erhielt er vom Bischof von Alessandria, der die Berufung des jungen Mannes prüfte und als echt anerkannte, das schwarze Bußgewand. 1722 wurde er zusammen mit seinem Bruder Johann Baptist zum Priester geweiht und erhielt die Erlaubnis, Novizen aufzunehmen. 1737 konnten sie in Orbetello eine erste Niederlassung gründen. Paul wurde in dieser Zeit ein erfolgreicher Missionsprediger in den Städten Italiens. Seine Gründung, der „Orden vom Leiden Jesu“, wurde 1769 von Papst Klemens XIV. endgültig bestätigt, und Paul musste, trotz seiner angegriffenen Gesundheit, das Amt des Generaloberen übernehmen. Er starb 1775 in Rom.

 

Schriftlesungen für Hirten der Kirche

oder für heilige Männer (Ordensleute)

 

Eröffnungsvers                                                                                             1 Kor 2, 2

Ich will nichts anderes kennen als Jesus Christus,

und zwar als Gekreuzigten.

 

 

Tagesgebet

Barmherziger Gott,

du hast dem heiligen Paul vom Kreuz

eine außergewöhnliche Liebe

zum Leiden Christi gegeben.

Hilf uns,

nach seinem Vorbild den Erlöser zu lieben

und unser eigenes Kreuz mit Geduld zu tragen.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

 

 

Zur Lesung Gleich am Anfang des ersten Korintherbriefs stößt Paulus in die Mitte des Evangeliums vor: die Botschaft vom Kreuz, die „Predigt vom Galgen“, also genau das, was die Welt nicht hören will. Das Wort vom Kreuz rettet den, der darin die Kraft Gottes erkennt, und es richtet den, der es als Torheit zurückweist. Am Kreuz entscheiden sich Tod und Leben, Gericht und Heil. - Die wirkliche, tötende Torheit ist auf der Seite „dieser Welt“ (1, 20), die nicht gewillt und vielleicht schon nicht mehr fähig ist, Gott zu erkennen. Diese Torheit ist nach Röm 1, 21 22 Sünde und Strafe zugleich; sie kommt nicht vom fehlenden Verstand, sie ist Oberflächlichkeit und Überheblichkeit des Herzens. Das Wort vom Kreuz ist Gericht und Heil, aber nicht beides in gleicher Weise; es ist zuerst Angebot des Heils, denn Gott will die Menschen retten; zum Gericht wird es da, wo es verworfen wird. - Zu 1, 18-20: 1 Kor 2, 1-2; Röm 1, 16; 2 Kor 4, 3. - Zu 1, 21-25: Röm 1, 18-20; Mt 12, 38; Apg 17, 18.32; Röm 9, 32; 1 Kor 2, 14; Kol 2, 3; 2 Kor 13, 4.

 

 

Lesung                                                                                                             1 Kor 1, 18-25

 

Gott beschloss, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

18Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.

19Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden.

20Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt?

21Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.

22Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit.

23Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit,

24für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

25Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

 

 

Antwortpsalm                                                Ps 117 (116), 1.2 (R: vgl. Mk 16, 15)

          R Geht hinaus in die ganze Welt,                                                      (GL 646, 5)

          und verkündet allen das Evangelium! - R

       Lobet den Herrn, alle Völker,                                                                 VI. Ton

          preist ihn, alle Nationen! - (R)

2        Denn mächtig waltet über uns seine Huld,

          die Treue des Herrn währt in Ewigkeit. - R

 

 

Ruf vor dem Evangelium                                                                    Vers: Mt 5, 6

Halleluja. Halleluja.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;

denn sie werden gesättigt.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium  Jesus, der Messias und Gottessohn, ist den Weg des Leidens gegangen. Er hat seine Jünger eingeladen, ihm auf diesem Weg zu folgen. Bis zu seiner Wiederkunft steht die Kirche unter dem Lebensgesetz des Menschen Jesus, d. h. dem Gesetz des Leidens. Jesusnachfolge bedeutet sich selbst aufgeben und zum Kreuz bereit sein. Beide Ausdrücke meinen das Gleiche: das Kreuz auf sich nehmen heißt auf jeden eigenen Anspruch, auf jede Selbstbehauptung verzichten, im Dienst der Gottesherrschaft leben und nötigenfalls auch sterben. Dieses Sterben aber ist der Weg zum Leben. Nur wer sein Leben drangibt, wird es gewinnen. So ist es schon auf der Ebene des natürlichen Lebens; wer nur darauf bedacht ist, ängstlich das zu bewahren, was er hat, wird sicher alles verlieren. Der Jünger Jesu aber ist durch die Taufe in das Geheimnis des Leidens und Sterbens Jesu und seiner Auferstehung eingetreten. - Mk 8, 34-38; Lk 9, 23-26; Mt 10, 38-39; Joh 12, 24-26.

 

 

Evangelium                                                                                                    Mt 16, 24-27

 

Wer sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

24Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

25Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

26Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?

27Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.

 

 

Fürbitten

Wir beten zu Jesus Christus, der die Schmach des Kreuzes auf sich nahm:

- Für alle Christen: leite sie an, sich in Wort und Tat zu deinem Kreuz zu bekennen. 

(Stille) Christus, höre uns.

A.: Christus, erhöre uns.

- Für alle, die ein öffentliches Amt haben: lass sie zum Wohl aller Menschen beitragen. (Stille) Christus, höre uns.

- Für die Leidenden: gib ihnen die Kraft, ihre Leiden mit deinem Leiden zu vereinen. 

(Stille) Christus, höre uns.

- Für unsere Gemeinde: mach uns bereit, den Willen Gottes anzunehmen. 

(Stille) Christus, höre uns.

Barmherziger Gott, durch den Tod deines Sohnes am Kreuz hast du uns das Leben geschenkt. Die Fürbitte des heiligen Paul vom Kreuz bestärke uns, dieses neue Leben zu bewahren durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Allmächtiger Gott,
schau gütig auf die Gaben,
die wir am Gedenktag des heiligen Paul vom Kreuz
darbringen.
Hilf uns,
die Hingabe deines Sohnes,
die wir im Sakrament feiern,
unserem Leben nachzuahmen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Kommunionvers                                                                                      1 Kor 1, 23-24

Wir verkündigen Christus als Gekreuzigten:

Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

 

 

Schlussgebet

Herr und Gott,

du hast im Leben des heiligen Paul

das Geheimnis des Kreuzes sichtbar gemacht.

Stärke uns durch das heilige Sakrament,

das wir empfangen haben,

damit auch wir in das Opfer Christi eingehen

und in der Gemeinschaft deiner Kirche

für das Heil der Menschen wirken.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Seitenanfang