Die Wundmale Christi sind die ausdrucksstärksten Zeichen des österlichen Geheimnisses unseres Herrn. In ihnen kommt der ungeheure Schmerz, den Christus erlitten hat, in besonderer Weise zum Ausdruck.
Eine besondere Verehrung der Wundmale förderte Marie-Marthe
Chambon. Marthe Chambon, geborene Françoise Chambon, stammte aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Sie besuchte keine Schule und konnte nicht lesen. Bereits in jungen Jahren entwickelte sie eine glühende Verehrung zum Herzen Jesu. Im Jahr 1862 trat sie in Chambéry als Laienschwester in den Orden der Heimsuchung
Mariens ein und legte am 2. August 1864 ihr Ordensgelübde ab.
Ab 1866 hatte sie regelmäßig Visionen, in denen Jesus Christus ihr erschien und ihr unter anderem den Auftrag gab, seine fünf Wunden zu verehren. Die Oberin des Klosters von Chambéry bestellte eine Kommission von Priestern als zur Überprüfung der Erscheinungen. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass ihre Visionen und mystischen Erfahrungen echt waren.
Bereits zuvor hatten die Jesuiten, die Redemptoristen und auch wir Passionisten eine Form des Wundenrosenkranzes entwickelt. So erhielt Marie-Marthe Chambon von Christus den Auftrag, diese Andacht wiederzubeleben, da im Leiden unseres Herrn und in der Verehrung seiner Wunden ein unendlicher Reichtum enthalten ist.
Christus sagte zu ihr: „Ich werde alles gewähren, worum man mich durch die Verdienste meiner heiligen Wunden bittet. Ihr werdet es erhalten, weil es das Verdienst meines Blutes ist, das einen unendlichen Wert besitzt.“
Kardinal Scheffczyk erhielt von der Glaubenskongregation den
Auftrag, ein Gutachten über die Andacht zu erstellen. Er schreibt: „An Maria-Marthas hingebungsvoller Verehrung der heiligen Wunden des Erlösers wird deutlich, dass die Rettung des Selbst nur in Einheit mit der Verpflichtung für das Ganze gelingen kann. Für die Angemessenheit und Zeitgemäßheit der Andacht zu den heiligen Wunden des Herrn gilt: Was so tief in einer lebenskräftigen Tradition verankert ist und so überlegt in den zeitlichen Kontext eingebettet ist, braucht sich um seine Legitimation nicht zu sorgen; es ist durch sein Wesen wie auch durch seine nachweislich zeitliche Ausstrahlung legitimiert.“
Wer Radio Horeb hört und dort vielleicht den Barmherzigkeitsrosenkranz mitbetet, wird feststellen, dass jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag stattdessen der Wundenrosenkranz gebetet wird. So können wir bereits jetzt erfahren, dass diese Belebung und der Auftrag an Marie-Marthe Anklang finden. So dürfen auch wir auf die Bitte unseres Herrn hören und seine kostbaren Wunden verehren.
Sofern Sie den Wundenrosenkranz beten oder mehr über
Marie-Marthe Chambon erfahren möchten, finden Sie in unserem Shop verschiedene Angebote. So gibt es ein Gebetsblatt, ein Faltblatt, das den Wundenrosenkranz erläutert, oder auch ein Buch, in dem ausführlicher auf das Leben und Wirken Marie-Marthe´s eingegangen wird.
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