Liebe Freunde und Wohltäter unserer Gemeinschaft!
„Ich wünsche, dass dein Herz die Krippe des göttlichen Kindes sei, und dass es dort mystisch geboren werde!“
Wir feiern Weihnachten im 250. Todesjahr unseres heiligen Ordensvaters Paul vom Kreuz. Was liegt da näher als mit einem Zitat von ihm diesen Weihnachtsbrief zu eröffnen. Natürlich gedenken wir der Geburt Jesu in Betlehem vor mehr als 2000 Jahren, dieses historischen Ereignisses. Wir feiern das Kommen Gottes in unserem Fleisch, wie es in einem Weihnachtslied heißt. Gott kommt als Mensch in unsere Geschichte, die Er trägt und lenkt.
Und der Mensch soll sich aufmachen, Ihn zu schauen, Ihn, der in der Krippe liegt, der Mensch wird um den Menschen zu erlösen. Aber Gott ruft den Menschen auch auf, seine Tür, die Tür des Herzens zu öffnen, damit Gott darin Wohnung nehmen kann – nicht nur an Weihnachten, sondern unser ganzes Leben. Das setzt Demut voraus: Demut, die anerkennt, dass der Mensch geschaffen ist, Geschöpf ist, nicht Schöpfer. Demut anzuerkennen, dass er der Erlösung bedarf und nicht selbst Erlöser ist. Demut anzuerkennen, dass Gott Gott ist und der Mensch Mensch. Wenn wir Ihm unser Herz öffnen, so wie sich der Stall in Bethlehem geöffnet hat, dann kann unser Herz zur Krippe werden, die Ihn aufnimmt und durch Ihn Frucht bringt: Frucht, die unsere Welt auch heute verändern kann.
Da, wo Gott wirkt, beginnt das Licht zu leuchten, das die Finsternis vertreibt. Wo das Licht des Erlösers zu leuchten beginnt, werden die Mauern der Trennung zerfallen. Dort werden Frieden, Heilung und Vergebung möglich. Denn uns ist der Heiland geboren, der Retter der Welt.
Möge die Freude über dieses große Geschehen unsere Herzen erfüllen – nicht nur an den weihnachtlichen
Tagen, sondern unser ganzes Leben. Wir sind zur christlichen Freude berufen, so wie es im Buch Nehemia heißt: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke!“ (Neh 8,10)
Gemeint ist nicht der oberflächliche Spaß, der überall angebotene Fun, der kurz erfreut, aber dann die Seele leer zurücklässt, sondern die tiefe Freude des von Gott Geliebt- und Getragenseins. Auch wenn das Kreuz des Lebens uns niederdrückt, ist Er da und hält uns in Seinen Armen. Darum wurde Er Mensch, um uns nahe sein zu können und in unserem Leiden da sein zu können.
Wir dürfen in der Heiligen Nacht alles, was uns bedrückt, was uns ängstigt und quält, an der Krippe ablegen in die weit ausgebreiteten Arme des göttlichen Kindes und uns Seine Liebe schenken lassen. Dann wird unser Herz zur Krippe für Ihn, unseren liebenden Gott. Die Freude wird uns immer mehr erfüllen.
Wie in jedem Jahr durften wir auch in diesem Jahr viel Hilfe erfahren – sei es durch die Tat, durch eine Spende oder durch Gebet. Dafür sage ich Ihnen allen ein großes Vergelt’s Gott für die Unterstützung. Wenn wir nach dem Rosenkranz noch weitere Gebete sprechen, so ist immer auch eines für Sie, unsere Wohltäter, dabei.
So wünsche ich Ihnen im Namen aller Mitbrüder aus München-Pasing, Maria Schutz, Schwarzenfeld und Eichstätt ein gnadenreiches Weihnachtsfest und Gottes reichen Segen für das neue Jahr 2026!
Provinzial P. Lukas Temme CP
Hier können Sie einen Blick in unseren Weihnachtsbrief 2025 erhalten, aus dem der Weihnachtsgruß entnommen ist!


